Fachinformationen

Bestrahlung von Lebensmitteln

Die verwendete Strahlung stammt von radioaktivem Material (Gammastrahlung), oder wird von Maschinen erzeugt (Röntgenstrahlung oder beschleunigte Elektronen). Die Lebensmittel werden durch die Bestrahlung nicht radioaktiv, zumal sie auch mit der Strahlungsquelle nicht direkt in Kontakt kommen.

Welche bestrahlten Lebensmittel dürfen in Deutschland angeboten werden?

Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern dürfen in Deutschland lediglich getrocknete, aromatische Kräuter und Gewürze bestrahlt angeboten werden, dies gibt u.a. die Lebensmittelbestrahlungsverordnung vor. Um eine ordnungsgemäße Strahlenbehandlung sicherzustellen, dürfen die Lebensmittel nur in Bestrahlungsanlagen behandelt werden, die für diesen Zweck in einem Mitgliedstaat der EU oder durch Drittländer zugelassen sind.

Kenntlich Machung der Bestrahlung

In der gesamten EU müssen bestrahlte Lebensmittel gekennzeichnet werden. Selbst wenn ein Lebensmittel nur eine kleine Menge bestrahlter Inhaltsstoffe, die sonst nicht auf dem Etikett anzugeben wären, enthält, muss dies im Zutatenverzeichnis beim Namen dieser Zutat durch die Angabe "bestrahlt" oder "mit ionisierenden Strahlen behandelt" angegeben werden. Dies gilt auch dann, wenn das gesamte Lebensmittel bestrahlt ist. Die Angabe muss gut sichtbar, in lesbarer Schrift angegeben sein. Auch für die Gemeinschaftsverpflegung ist diese Kenntlich Machung Pflicht - auf der Speisekarte - in Fußnoten - oder in einer separat zur Verfügung stehenden Liste - z.B. der Zusatzstoffe.

Bestätigen Ausnahmen die Regel?

In Deutschland werden jährlich mehrere tausend Lebensmittelproben auf eine Strahlenbehandlung untersucht. Bislang wurde festgestellt, dass nur sehr wenige bestrahlte Lebensmittel "illegal" auf dem Markt sind. Fertiggerichte aus asiatischen Ländern wiesen die höchsten Beanstandungsraten auf.

Quelle: BVL