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Der Body Mass Index (BMI) - Formel zur Beurteilung des Ernährungszustandes

Ältere Menschen leiden oft an Ernährungsmängeln, durch zu wenig oder zu einseitige Nahrungs-, oder zu wenig Flüssigkeitsaufnahme. Wie sind Ernährungsmängel feststellbar, welche Symptome zeigen sich, worauf ist zu achten und wie kann man den Mängeln entgegenwirken.

Wie erkennt man Ernährungsmängel?

Alte und pflegebedürftige Menschen, leiden oft an Ernährungsmängeln, durch zu wenig oder zu einseitige Nahrungs-, oder zu wenig Flüssigkeitsaufnahme. Das kann auch in Einrichtungen mit einem ausgewogenen Speiseplan vorkommen. Durch Energie-, Nährstoff-, Vitamin- und Mineralstoffmangelerscheinungen wird das Immunsystem geschwächt und der Körper anfällig für Infekte. Untergewicht führt auch zur Abnahme der Muskelkraft und erhöht so das Fraktur-und Dekubitus-Risiko, kann geistige Störungen verursachen und vermindert die Lebenserwartung.

Was sind die Symptome?

Oft stellt sich eine schleichende Verschlechterung des Allgemeinzustandes ein. Das äußert sich durch blasse Haut, Müdigkeit, Unlust. Symptome, die bei alten Menschen jedoch nicht ungewöhnlich sind. Sogar Anzeichen wie Schwäche, trockene Haut, hervorstechende Knochen, schlaffe Haut an Gesäß und Hüfte werden oft sogar übersehen.

Worauf ist zu achten?

Mangelerscheinungen kann vorgebeugt werden, in dem in der Einrichtung Routinekontrollen durchgeführt werden. Regelmäßige Gewichtskontrollen, beobachten der Essgewohnheiten, auf die Einnahme von Medikamenten achten, Nahrungs- und Trinkmenge protokollieren. Mit dem folgende Fragebogen kann festgestellt werden ob von ein Mangel vorliegt. Wenn mindestens drei Fragen mit ja beantwortet sind, kann davon ausgegangen werden.

  1. Wurde ein ungewollter Gesichtsverlust festgestellt?
  2. Wurden die Mahlzeiten nicht aufgegessen?
  3. Werden bestimmte Speisen, wie eiweißreiche Milchprodukte, Fleisch, Obst und Gemüse, immer wieder abgelehnt?
  4. Wird weniger als 1,5 Liter Flüssigkeit pro Tag getrunken?
  5. Liegen Verdauungsstörungen, wie Durchfall, Verstopfung oder Erbrechen, vor?
  6. Werden appetithemmende Medikamente eingenommen?
  7. Liegen Wundheilungsstörungen, wie Dekubitus vor?
  8. Ist die Person verwirrt, hyperaktiv, depressiv, teilnahmslos, lustlos?
  9. Fällt das Kauen oder Schlucken schwer?
  10. Ist eine Einschränkung der Beweglichkeit festzustellen?

Der Body Mass Index

Es gibt eine Formel zur Beurteilen des Ernährungszustandes, so dass sofort Gegenmaßnahmen ergriffen werden können, der BMI (Body Mass Index) lässt sich wie folgt errechnen:

BMI = Körpergewicht in kg
(Körpergröße in m)²
BMI unter 20 Untergewicht
BMI 20 - 25 Normalgewicht
BMI über 25 Übergewicht

Maßnahmen zur Verbesserung der Ernährungssituation

  • Täglich
    • eine warme Mahlzeit
    • ein Stück Obst
    • eine Portion Gemüse oder Salat
    • eine Portion Milch, Joghurt, Quark, Käse
    • eine Scheibe Vollkornbrot
    • ein Stück Fleisch, Fisch oder Eier
  • Hilfreiche, positive Faktoren
    • gemeinsame Mahlzeiten
    • mehrere kleine Mahlzeiten am Tag
    • angenehme Tischatmosphäre
    • Zuwendung beim Essen
    • abwechslungsreiche Kost

Personen mit Schwierigkeiten beim Kauen können angedickte oder breiartige Speisen verabreicht werden. Vollkornprodukte (z.B. Haferflocken), Obst und Gemüse, auch als Saft liefern Vitamine, Mineral- und Balaststoffe. Wenn es nicht gelingt, Senioren zum Essen zu animieren, dann kann der Arzt auch Zusatznahrung in Medikamentenform verordnen.

Quelle: Willi Wieland, Heimleiter, Melsungen