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Sind Pilze belastet?

Am 30.12.2021 von Emil Löxkes

Wie steht es um die beliebten Pfifferlinge, Steinpilze und Co. in Bezug auf mögliche radioaktive Rückstände 35 Jahre nach der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl? Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) resümiert: Zuletzt wurden kaum erhöhte Gehalte von radioaktivem Cäsium-137 bei Zucht- und Wildpilzen festgestellt. Zu einem prüfenden Blick rät das LGL dennoch, vor allem frische Pilze aus dem Handel könnten belastet sein.

Grundsätzlich könnten bayerische Wildpilze aufgrund des Reaktorunglücks in Tschernobyl bis heute erhöhte Cäsium-137-Werte aufweisen, da sie die radioaktive Substanz aus dem Waldboden aufnehmen können. Allein 2019 wurden 163 Wildpilzproben auf radioaktive Rückstände hin untersucht, 142 davon stammten aus bayerischen Wäldern. Lediglich zwei einheimische Semmelstoppelpilzproben überschritten den EU-Radiocäsiumgrenzwert von 600 Becquerel pro Kilogramm. Walter Jonas, Präsident des LGL, gibt bezüglich der aktuellen Untersuchungsergebnisse Entwarnung. Von Januar 2020 bis September 2021 habe das LGL erneut mehr als 160 handelsübliche Pilzproben aus heimischen Wäldern und dem Ausland auf Radioaktivität geprüft. Dabei wurde in 2020 nur eine und 2021 bislang keine einzige Überschreitung des Grenzwertes von 600 Becquerel pro Kilogramm festgestellt. Trotz der zuletzt erfreulichen Untersuchungsresultate sei es nicht auszuschließen, dass weiterhin erhöhte Cäsium-137-Werte bei Wildpilzen vorkommen können.

QUELLE: HACCP.de/Meldung Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL)