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Migration von Formaldehyd aus Melamin-Tellern – Mechanismen, Risiken und regulatorische Bewertung

Am 09.05.2026 von Emil Löxkes

Melamin-Geschirr besteht in der Regel nicht aus reinem Melamin, sondern aus Melamin-Formaldehyd-Harzen (MFH/MFR). Diese duroplastischen Kunststoffe sind leicht, bruchfest und hitzebeständig – Eigenschaften, die sie für Teller, Schalen und Becher attraktiv gemacht haben. Gleichzeitig ist seit vielen Jahren bekannt, dass Formaldehyd und Melamin aus solchen Materialien in Lebensmittel migrieren können, insbesondere unter thermischer Belastung.

Dieser Fachartikel fasst den aktuellen wissenschaftlichen und regulatorischen Kenntnisstand zusammen und stützt sich dabei auf Bewertungen des BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung), der EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) sowie Informationen des BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit).

Chemisch-physikalische Grundlagen der Migration

Melamin-Formaldehyd-Harze entstehen durch Kondensationsreaktion von Melamin und Formaldehyd. Dabei entstehen dreidimensionale, vernetzte Polymere. In der Praxis bleiben jedoch:

  • Restmonomere (unreagiertes Formaldehyd)
  • Oligomere Abbauprodukte

im Material gebunden.

Migration bedeutet, dass diese Stoffe aus dem Polymerverbund in das Lebensmittel oder Lebensmittelsimulanz übergehen. Die Freisetzung wird insbesondere beeinflusst durch:

  • Temperatur (stark beschleunigend über 70 °C)
  • Kontaktzeit
  • pH-Wert des Lebensmittels (sauer → höhere Migration)
  • Materialalterung durch Mikrorisse und Hydrolyse

Quelle und weiterlesen unter: https://bvlk.de/migration-von-formaldehyd-aus-melamin-tellern-mechanismen-risiken-und-regulatorische-bewertung/